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Die Versteckten Kosten des War on Terror

Nach Anschlägen am 11.9.2001 rief die amerikanische Regierung den globalen Krieg gegen Terror aus. Die Kosten dieses Krieges sind immens. Eine neue amerikanische Studie belegt nun die furchtbaren Folgen dieses Krieges für die lokale Bevölkerung der verschiedenen Länder, die in diesen Krieg hineingezogen wurden. Die Studie kommt zum Ergebnis, dass die Strategie der US-Regierung indirekt zur Vertreibung von mindestens 37 Millionen Menschen beigetragen hat. Kein anderer Konflikt seit 1900 mit Ausnahme des 2. Weltkriegs habe so viele Menschen vertrieben.

Der Großteil der Vertriebenen waren Zivilisten aus Afghanistan, Irak, Pakistan, Jemen, Somalia, aus den Philippinen, Libyen und Syrien. Das tatsächliche Ausmaß ist, so die Autoren, allerdings wahrscheinlich noch viel größer. Es sei gut möglich, dass es zwischen 48 und 59 Millionen Vertriebene gegeben habe. Die Autoren haben kleinere Anti-Terror-Operationen in ihrer Studie nicht berücksichtigt. Solche Operationen führten die USA in Burkina Faso, Kamerun, in der Zentralafrikanischen Republik, im Tschad, in der Demokratischen Republik Kongo, in Mali und im Niger durch.

David Vine, Universitätsprofessor und Mitautor der Studie meint, dass die Daten belegen würden, wie katastrophal und zerstörerisch sich die US-militärischen Interventionen in den jeweiligen Regionen auswirkten.
In Somalia etwa, wo die USA seit 2002 mit Bomben- und Raketenangriffen die al-Shabaab-Miliz bekämpften, wurde in diesem Zeitraum rund 46 Prozent der Gesamtbevölkerung vertrieben.

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