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Flüchtlingslager Kara Tepe

Europäische Flüchtlingslager: Gewalt und Elend stehen an der Tagesordnung

Am 3. Mai wurde im Flüchtlingslager Vial auf der griechischen Insel Chios ein 28-jähriger Somalier in seinem Zelt tot aufgefunden. 12 Stunden lag er bereits unentdeckt da. Nagetiere hätten inzwischen seine Leiche umzingelt, schreibt der Guardian.
Ein Asylsuchender hatte das Personal informiert, weil ganze Schwärme von Ratten und Mäusen seine Aufmerksamkeit erregt hatten.
In einer kurzen Erklärung informierte das griechische Ministerium für Migration, dass man von einer natürlichen Todesursache ausgehe. Eine Autopsie soll nähere Informationen über die genauen Todesumstände ans Licht bringen. Laut Guardian stellte ein Militärarzt Bissspuren an den Händen und Ohren des Verstorbenen fest.

Ratten, Müll und Gewalt

Im Lager herrschen seit Beginn der Pandemie im letzten Jahr strenge Restriktionen und die Asylsuchenden dürfen es nicht verlassen.
Dr. Apostolos Veizis, Leiter der Organisation Intersos beklagt die unmenschlichen Bedingungen in den Lagern.

«Diese Menschen sind täglich Ratten, Müll und Gewalt ausgesetzt. In den Kliniken auf der ganzen Insel werden ständig Kinder eingewiesen, die Spuren von Rattenbissen aufweisen. Es ist beschämend und entsetzlich, dass sie gezwungen sind, unter solchen Bedingungen zu leben, obwohl es doch gar nicht so sein müsste.» (Quelle: Guardian)

Jeden Tag würden die Menschen körperlich und psychisch krank, erklärt Veizis, der seit über einem Jahrzehnt auf den Inseln tätig ist, weiter.

«Man muss sich fragen, ob es eine bewusste politische Entscheidung der Europäischen Union ist, sie so zu behandeln, nicht als Menschen, sondern als Nummern, damit nicht mehr kommen.»

Das Flüchtlingslager Vial auf Chios 2019.
Das Flüchtlingslager Vial auf Chios 2019.

Mit der Unterstützung der EU will Athen die aktuellen Einrichtungen durch moderne geschlossene Zentren ersetzen. Letzte Woche wurde bestätigt, dass rund 270 Millionen Euro von der EU kommen, um die neuen Flüchtlingslager bis Ende März 2022 zu bauen. 155 Millionen Euro davon sollen für neue Aufnahmezentren auf Lesbos und Chios vorgesehen sein.

Moderne offene Zentren, oder geschlossene Gefängnisse

Laut Spiegel sollte eines der neue Lager eigentlich schon im September 2021 fertiggestellt sein.

«Ein Camp, das europäischen Ansprüchen genügen soll, es soll beheizte Container geben, Spielplätze und Klassenräume.» Zumindest hätten dies die griechische Regierung und die EU-Kommission versprochen.

Entstehen soll das neue Lager in Vastria, wenige Kilometer neben einer Mülldeponie. Einer der Gründe für die Verzögerungen liegt laut Spiegel in Unstimmigkeiten zwischen der griechischen Regierung und der EU-Kommission. Uneins sei man sich darüber, wie das neue Lager aussehen soll.
Während die EU-Kommissarin Ylva Johansson ein offenes, menschliches Lager will, das kein Gefängnis ist und etwa Schulen für die Kinder hat, betont die griechische Regierung, «geschlossene Camps» zu bauen.

Unvorstellbare Szenen am Rande des grossen Europas

Doch egal, wie schnell die neuen Lager gebaut werden, die jetzige Situation ist katastrophal. Und das, obwohl der griechische Minister für Migration, Notis Mitarachi, betont, dass die Zahl der MigrantInnen und Flüchtlingen in den griechischen Einrichtungen von 92’000 im Vorjahr auf 56’000 gefallen ist.
Doch anstatt die Situation in den Flüchtlingslagern zu verbessern, konzentriert sich die griechische Regierung darauf, die Berichterstattung über die Zustände in den Lagern zu unterbinden. Allerdings mit mässigem Erfolg.

Prwana Amiri war sechzehn Jahre alt, als sie 2019 mit ihrer Familie auf der griechischen Insel Lesbos ankam. Sie waren in der Hoffnung aus Afghanistan geflohen, in Europa ein sicheres Leben zu finden. Dann landeten sie in dem inzwischen abgebrannten Camp Moria. Amiri begann, Tagebuch zu schreiben. Ihre Aufzeichnungen wurden im letzten Jahr unter dem Titel «Letters to the World from Moria» veröffentlicht.

«Ich hätte mir nie vorstellen können, dass ich einmal solche Szenen am Rande des grossen Europas erleben würde», schreibt sie darin.
Heute lebt Amiri laut open Democracy in dem Lager Ritsona im Norden Athens. Dort hat sie mit anderen Asylsuchenden zusammen für fairere und schnellere Asylverfahren protestiert.

«Denken Sie sich an unsere Stelle! Könnten sie an einem Ort leben, wo sie nicht einmal alleine die Toilette aufsuchen können? Könnten Sie an einem Ort leben, wo es hunderte unbegleitete Minderjährige gibt, die niemand davon abhalten kann, Suizid zu begehen?»

Ärzte berichten aus den Flüchtlingslagern

Im vergangen Jahr hat Friederike Lutz ihre Stelle als damalige Ärztin gekündigt und arbeitete vier Monate lang im Flüchtlingscamp auf Lesbos. In der ÄrzteZeitung schilderte sie ihre Erlebnisse. Sie erzählt von den langen Schlangen morgens vor der Triage. Wo eine Person entscheiden muss, ob und wie schnell jemand behandelt wird.

«Oft warten die Menschen schon seit Stunden. Die Tickets reichen nie für alle, kleine Probleme werden daher direkt an der Triage gelöst.» Gegen Ende einer Schacht werde es häufig hektisch, denn viele der Menschen, die hier seit Stunden warteten, müssen auf den nächsten Tag vertröstet werden.

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Die Krankheitsbilder, denen sie im Lager begegnete, sind «geprägt durch die katastrophalen hygienischen Bedingungen: Läuse, Skabies und infizierte Wunden sind allgegenwärtig, auch ausgeprägte Harnwegs- und Atemwegsinfekte.» Schmerzen hätten alle, sei es aufgrund einer somatischen Erkrankung oder einfach vom kalten Boden auf dem sie schlafen müssten.

Ihnen wird die Chance auf ein menschenwürdiges Leben genommen

Auch der Allgemeinmediziner, Martin Binder, machte einen Freiwilligeneinsatz auf Lesbos. Das erste Mal im vergangenen Jahr, in dem inzwischen abgebrannten Lager Moria und ein zweites Mal dieses Jahr von Februar bis März im Lager Kara Tepe. Die taz hat den Arzt am Tag vor seiner Rückreise interview.
Auch Binder erzählte von den langen Schlangen, wo die Menschen schon ab fünf Uhr morgens warteten.

«Unser Hausarztbereich ist in einem Container untergebracht in zwei Räumen mit jeweils zwei Behandlungsplätzen». Der grösste Mangel liegt laut Binder aber im Bereich der psychologischen Betreuung. «Der psychologisch-Psychiatrie Dienst der griechischen Behörden handelt erst, wenn sie den Menschen vom Baum schneiden oder aus dem Wasser fischen.»

So gehören dann auch Selbstverletzungen und das Äussern von Suizidgedanken zur Tagesordnung im Lager. Und häufig folgen auf die Suizidgedanken auch Taten.
«Die Menschen versuchen, sich an Bäumen zu erhängen, gehen ins Meer, um sich zu ertränken, oder versuchen, sich durch Selbstverletzungen und Überdosen zu suizidieren. Diesen Menschen wurde systematisch über Jahre die Chance genommen, ein menschenwürdiges Leben zu führen.»

Laut Binder handelt es sich bei Kara Tepe eigentlich um ein Gefangenlager. Selbst viele jener Menschen, die einen positiven Asylbescheid erhalten, müssten oft im Lager bleiben.
«2’400 Menschen in Kara Tepe haben einen positiven Asylbescheid», erzählt er, «Theoretisch dürften sie, wenn Sie das Geld und eine Arbeit hätten, eine Unterkunft mieten. Aber ohne Unterkunft bekommen sie keine Arbeit.» Zudem würden sie mit ihrer Anerkennung auch das Recht auf materielle Unterstützung – 70 Euro pro Monat – verlieren. Was ihnen bleibt: «Ein minderwertiges Essen pro Tag, ansonsten vegetieren sie dahin.»

Das «Kara Tepe», von dem Binder spricht, ist in den letzten Tagen um einige hundert Bewohner reicher geworden. Denn am Wochenende vom 24. auf den 25. April wurde das andere «Kara Tepe» (Kara Tepe 1) auf Lesbos geräumt. Just jenes Lager, das als Vorzeigelager galt, in dem besonders bedürftige Geflüchtete wie Frauen und Kinder untergebracht waren. Weil sich das Lager in der Nähe der Stadt Mytilini befand, war es vieler der dortigen Bürger schon lange ein Dorn im Auge. Um 5 Uhr am Samstagmorgen wurde mit der Räumung begonnen. Am vergangenen Freitag wurde das Lager nun als offiziell geschlossen erklärt.

Europa lässt dasselbe wieder passieren

Besorgniserregend ist die Situation auch in den Flüchtlingslagern auf den Kanarischen Inseln. Das Lager Las Raices nahe der Stadt La Laguna auf Teneriffa ist mit 1’800 Asylsuchenden die grösste Unterkunft auf den Kanaren.
Auf Teneriffa selbst gibt es noch zwei weitere kleinere Camps. Sieben Massenunterkünfte seien von der spanischen Regierung insgesamt auf den Kanarischen Inseln laut taz-Autor Reiner Wandler, eingerichtet worden. Das Lager Las Raices sorgt schon seit seiner Einrichtung im Winter für Negativschlagzeilen. Verwaltet werden die Flüchtlingslager von Nichtregierungsorganisationen, bezahlt von der Regierung.

«Die Enge, die schlechten Bedingungen und die Ungewissheit, wie es weitergeht, machen aus dem Lager einen Dampfkessel, der jederzeit explodieren kann. Zuletzt kam es Anfang April zu einer Massenschlägerei. Die Polizei setzte Knüppel und Gummigeschosse ein. Die Folgen: 20 Verletzte und acht Festnahmen», schreibt Wandler.

Las Raices ist eine grosse, alte Militärkaserne, die rund um die Uhr von drei Sicherheitsleuten bewacht wird. Das schreibt Annuschka Eckhardt in einem Artikel in junge Welt.

«Sie tragen schwarze Cargohosen und Schnürstiefel, an ihren Gürteln sind Schlagstöcke und Funkgeräte befestigt. Ihre Gesichter sind hinter schwarzen Coronamasken verborgen. Insgesamt arbeiten über 40 Personen im Sicherheitssystem des Camps für Geflüchtete. Jedes Betreten oder Verlassen der Einrichtung ist eine Prozedur: Erst wird Fieber gemessen, darauf folgt die Untersuchung mit einem Metalldetektor.»

Die Asylsuchenden schlafen in Las Raices in grossen weissen Zelten, die sich jeweils 80 Personen teilen.

Flüchtlingslager auf den Kanarischen Inseln
Quelle: INFOMIGRANTS

Die Menschen, die mit den Booten die gefährliche Überfahrt auf die Kanarischen Inseln schaffen, kommen laut Eckhardt meist im Hafen von Arguineguín auf Gran Canaria an Land. Im Jahr 2020 haben gemäss UNHCR 23’000 Asylsuchende die Kanarischen Inseln erreicht, 2019 waren es 2’500. In diesem Jahr sind es bereits gegen 4000.

Auf dem Kai des Hafens Arguineguin hat das spanische Rote Kreuz im August 2020 ein provisorisches Auffanglager für 500 Menschen errichtet. Wochenlang harrten dort über 2’000 Menschen aus. Das Gelände wurde von den Behörden abgeriegelt, so dass kaum jemand von den dort herrschenden Zuständen berichten konnte. Ende November wurde das Camp geräumt.

Das neue Moria. Beitrag zur Situation auf den Kanrischen Inseln.

Gewalt gegen Asylsuchende in Schweizer Asylzentren

Doch nicht nur in den Lagern an den europäischen Aussengrenzen sind die Bedingungen für die Schutzsuchenden schwierig. In den 14 Bundesasylzentren des zweitreichsten Landes der Welt – der Schweiz – sei Gewalt gegen Asylsuchende an der Tagesordnung, schreibt Simon Jäggi in der WOZ.
Die Zeitung berichtet von zahlreichen Übergriffen gegen Flüchtlinge, die sie zusammen mit RTS und Rundschau untersucht hat.

«Die WOZ hat in den vergangenen Monaten gemeinsam mit der «Rundschau» von SRF sowie mit dem Westschweizer RTS zu verschiedenen Gewaltvorfällen recherchiert, Gespräche mit Betroffenen und ehemaligen Mitarbeitenden geführt und mittels des Öffentlichkeitsgesetzes Einsicht in zahlreiche vertrauliche Dokumente erhalten. Herausgekommen ist ein beunruhigender Einblick in ein System, wo Asylsuchende bei Auseinandersetzungen wiederkehrend erheblich verletzt werden und Sicherheitskräfte amtliche Protokolle zu ihren Gunsten verfälschen», schreibt Jäggi.

Gehirnerschütterung, Prellungen und lockere Zähne

So etwa im Fall von Alpha D, der inzwischen die Schweiz verlassen habe. Spät abends habe er vor dem Haupteingang des Bundesasylzentrums in Altstätten im Kanton St. Gallen noch eine Zigarette geraucht. Als er nachher das Gebäude wieder betrat und die Schutzmaske noch nicht übers Gesicht gezogen hatte, rügte ihn ein Sicherheitsmitarbeiter. Der Securitas-Mitarbeiter habe daraufhin sein Handy verlangt. Eine verbreitete Disziplinarmassnahme, wie Jäggi schreibt. Als sich Alpha D. weigerte, habe ihm der Beamte befohlen, die Nacht zur Strafe im Eingangsbereich zu verbringen.

Zwei Stunden später habe sich Alpha D. auf eine Bank zum Schlafen gelegt und dazu die Maske abgelegt. Daraufhin hätten ihn zwei Sicherheitskräfte angewiesen, die Maske wieder aufzusetzen.

«Ich erklärte ihnen, dass ich so nicht schlafen könne. Dann hat einer der Sicherheitsmänner sein Knie gegen meine Brust gerammt. Ich fiel zu Boden, einer setzte sich auf meine Beine, der andere auf meinen Nacken. Sie schlugen mich auf den Oberkörper und ins Gesicht. Einer drehte meinen Arm auf den Rücken. Ich weinte vor Schmerzen», zitiert die WOZ Alpha D.

Später in der Nacht sei es zu einem weiteren Vorfall gekommen. Beide Situationen wurden von den Sicherheitsbeamten in einem Bericht festgehalten. Darin schilderten sie den Ablauf der Vorfälle allerdings ganz anders. Laut ihrem Bericht sei Alpha D aggressiv gewesen und hätte fixiert werden müssen.

Am nächsten Tag musste der minderjährige Asylbewerber Alpha D. ins Kinderspital gebracht werden, wo er drei Nächte blieb. Die Diagnose der Ärzte:

  • Gehirnerschütterung mit mehrmaligem Erbrechen
  • mehrere Prellmarken und Hämatome am rechten Gesicht und der linken Körperhälfte,
  • Prellung an Kopf, Thoraxwand, Bauch, der linken Schulter, am linken Arm und am linken Knie
  • sowie drei gelockerte Zähne.

Das Spital machte daraufhin laut WOZ Meldung wegen Gefährdung des Kindeswohls bei der Kantonspolizei.

Gewalt in den Bundesasylzentren der Schweiz
Quelle: sem.admin.ch

«Das Gewaltpotenzial geht von den Sicherheitsmitarbeitern aus»

Der Sozialpädagoge, der den Jugendlichen ins Spital gebracht hat, habe inzwischen gekündigt. Gegenüber WOZ sagt er: «Das Gewaltpotenzial in diesem Bundesasylzentrum geht ganz klar auch von den Sicherheitsmitarbeitern aus.» Seinen ehemaligen Vorgesetzten wirft er vor, entsprechende Hinweise nicht ernst zu nehmen und ihm im Fall von Alpha D. untersagt zu haben, sich an die Polizei oder ans Spital zu wenden. Er habe gekündigt, als von ihm verlangt worden sei, mit einer Unterschrift zuzusichern, in Zukunft den internen Meldeweg einzuhalten.

Aus den Ereignisrapporten der Bundesasylzentren Altstätten, Bässlergut (Basel-Stadt) und Boudry (Neunburg) geht laut WOZ-Autor Jäggi hervor, das Polizei- und Sanitätseinsätze in den Zentren an der Tagesordnung stehen. Heikle Situation, so Jäggi, würden mit einer harmlosen Sprache umschrieben. So deeskalieren die Sicherheitsmitarbeitenden oder fixieren» verhältnismässig». Trotz der milden Sprache kommt es dabei allzu oft bei den betroffenen Asylsuchenden zu Verletzungen.

«An keiner Stelle finden sich Hinweise auf Verletzungen von MitarbeiterInnen, es sind stets Asylsuchende, die nach Eskalationen immer wieder von der Ambulanz abtransportiert werden müssen», schreibt Jäggi.

Als weiteres Beispiel dokumentiert die WOZ den Fall von Karim T, der im Oktober 2020 vom BAZ Bässlergut wegen starker Knieschmerzen ins Krankenhaus gebracht werden musste. Ein Sicherheitsbeamter hatte auch hier einen entsprechenden Zusammenstoss zwischen sich und Karim T. in einem Rapport festgehalten. Die Aggression ging laut Bericht alleine von dem Asylbewerber aus. Doch nicht nur Karim T. widerspricht der Darstellung, gemäss Jäggi gebe es auch einen offiziellen Rapport eines Betreuers, der Zeuge des Vorfalls war. Der Sicherheitsbeamte habe laut dem Betreuer Karim T. provoziert und ihm ins Gesicht geschlagen.

Manipulierte Rapporte

Gegenüber dem RTS soll ein Protectas-Mitarbeiter persönlich geschildert haben, wie Sicherheitskräfte regelmässig Gewalt ausüben und Rapporte zum eigenen Vorteil manipulieren.

Die WOZ zitiert des Weiteren aus einem Gespräch zwischen Sicherheitsbeamten, das aufgenommen wurde, als sie sich über das Verfassen eines Ereignisprotokolls unterhalten haben.
Das Gespräch fand laut WOZ am 20. Januar im Bundesasylzentrum Boudry statt. An einer Stelle geht es darum, wie sie rechtfertigen können, dass sie das Handy einer Asylsuchenden eingezogen haben. Laut WOZ sei darauf der folgende Wortlaut zu hören (übersetzt aus dem Französischen)

Sicherheitsmitarbeiterin 1: «In gewissen Rapporten übertreibe ich manchmal die Realität etwas, das rechtfertigt die Dinge besser. Versteht ihr?»

Andere: «Ja, aber klar. Ja!»

Und etwas später:

Sicherheitsmitarbeiter 3: «Wir schreiben, sie hat den Sicherheitsmitarbeiter geschlagen, auf Höhe der Schultern.»

Sicherheitsmitarbeiter 2: «Auf den Brustkorb.»

Sicherheitsmitarbeiter 3: «Den Brustkorb, ja.»

Sicherheitsmitarbeiter 2: «Auf den Brustkorb ist besser, das ist rote Zone, das ist besser.»

Quelle: WOZ – die Rapporte der Gewalt

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