MinusGrenzen
Globale Verteilung von Impfstoffen zum Schutz vor Covid-19 (Corona) in der Kritik

Reiche boostern – Arme warten auf Impfstoffe

In den wohlhabenden Staaten setzt sich die Überzeugung durch, dass Booster-Impfungen in der Bekämpfung der Corona-Pandemie unerlässlich sind. Derweil haben in ärmeren Ländern der Grossteil der Bevölkerung noch nicht einmal eine Erstdosis erhalten. Für die WHO ein Skandal. Doch bei genauerer Betrachtung zeigt sich, der Skandal liegt nicht in der Booster-Impfung sondern im Horten von massenhaft Impfstoff in den reicheren Ländern.

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Rettungsaktion Sea-Eye

Die Situation an und um die Grenzen Europas: Afghan*innen auf der Flucht, Tote im Ärmelkanal und ein Bananendisput mit Folgen

Während über 1000 Menschen in der letzten Woche aus Seenot gerettet werden konnten, steigt zur selben Zeit die Zahl illegaler Pushbacks von Asylsuchenden an. In Calais und am Ärmelkanal spitzt sich die Lage der Asylsuchenden immer weiter zu, mehrere Menschen kamen dabei in der letzten Woche ums Leben. Polen hat derweil stolz seine Pläne für eine Mauer an der Grenze zu Belarus präsentiert und unterbindet den Zugang zu den Schutzsuchenden, die an der Grenze gestrandet sind und mit Hunger und Kälte zu kämpfen haben. Und in der Türkei, dem wichtigsten Partner der EU in Sachen Asylpolitik, wird die Stimmung der Türken und Türkinnen gegenüber der syrischen Gemeinde immer aggressiver. Ein Überblick.

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Konflikt Tigray

Tigray-Konflikt droht sich auszuweiten

Der militärische Konflikt in der Region Tigray zwischen den Truppen der äthiopischen Regierung und den Rebellen der Tigrayan’s People Liberation Front (TPLF) ist Ende Juni in eine neue Phase eingetreten. Die bereits als besiegt angesehenen Rebellentruppen hatten eine erfolgreiche neue Offensive gestartet und sind inzwischen bis in die benachbarte Region Afar vorgedrungen. Die neuesten Entwicklungen bereiten Beobachter*innen grosse Sorge. Der Äthiopien-Analyst Yohannes Woldemariam etwa warnt: «Das sieht aus wie ein Rezept für etwas wirklich Katastrophales. Es könnte Ruanda sehr klein aussehen lassen.»

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libysche Küstenwache jagt Flüchtlingsboot

Libyen – Europa’s Partner in der Migrationsbekämpfung

Diese Woche veröffentlichte «Sea-Watch» ein Video, auf dem zu sehen ist, wie die libysche Küstenwache auf ein Boot mit Migrant*innen und Geflüchteten schießt.
Libyen ist einer der wichtigsten Partnerstaaten der EU im Kampf gegen irreguläre Migration. Die libysche Küstenwache etwa wurde unter der Anleitung der EU erst aufgebaut und finanziert. Doch nicht nur die Küstenwache, sondern auch die libyschen Internierungslager, in denen zigtausende Migrant*innen einsitzen, machte in den letzten Wochen Schlagzeilen. Die Associated Press berichtete von systematischen Vergewaltigungen von Minderjährigen in einem der offiziellen Lager und Ärzte ohne Grenzen gab bekannt, sich aufgrund der eskalierenden Gewalt vorerst aus zwei der Lager zurückzuziehen.

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Thales Alenia Space

Grenzschutz durch digitalen Festungsbau

Lügendetektoren, virtuelle Bots, Bewegungsdetektoren, Satellitendaten, Drohnen zu Land und in der Luft, auf See und Unterwasser, Handflächenscanner und vieles mehr sollen die Europäischen Grenzen in Zukunft sicherer machen. Doch nicht nur die Grenzen auch die Einrichtungen für Asylsuchende werden in Europa zukünftig technologisch neu ausgerüstet, um totale Überwachung zu gewährleisten. Das alles lässt sich die EU hunderte Millionen Euro kosten. Der Schutz und die Rechte von Migrant*innen spielt indes kaum eine Rolle.

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Vorwürfe Amnesty International Titelbild

Moria-Urteil und neue Pushback-Vorwürfe

In Griechenland wurden letzte Woche vier Afghanen wegen dem verheerenden Brand im Flüchtlingslager Moria zu langen Haftstrafen verurteilt. Das Urteil wird aber von vielen Beobachter*innen kritisch betrachtet.

Kritik musste Griechenland jüngst auch von Amnesty International einstecken. Die Menschenrechtsorganisation wirft dem Land systematische Folter, Misshanldungen und illegale Pushbacks von Geflüchteten und Migrant*innen vor.

Die Pushbacks werden auch von Journalist*innen dokumentiert und untersucht. Neben einer neuen Arte-Reportage über die Pushbackvorwürfe gegen Griechenland, gaben vor allem die Ergebnisse eines Recherecheverbundes zu reden, der zum ersten Mal einen illegalen Pushback an der kroatischen Grenzbeamten filmen konnte.

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Das N*-Dorf in Altstetten 1925.

Völkerschauen: Rassismus ist Teil unserer Kultur

Das Ende des 19. Jahrhunderts war die Blütezeit der Völkerschauen, der kommerziellen Zurschaustellung fremder Menschen mit oder ohne deren Einwilligungen, manchmal auch human zoo’s genannt. Was bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts nur den Reichen und Adeligen vorbehalten war, hatte sich zu einem Massenphänomen für alle Bevölkerungsschichten entwickelt. Die Geschichte der Völkerschauen zeigt, wie sehr Rassismus Teil unserer Kultur ist.

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